Begleitetes Fahren mit 17
Über 60 % der schweren Verkehrsunfälle werden von den 18 - 24-jährigen Fahranfängern verursacht, obwohl diese Gruppe nur einen Anteil von etwa 11% aller Fahrer darstellt.
Fachleute sind sich einig: Es fehlt an Fahrerfahrung! Der Führerschein mit 17 sieht deshalb vor dem endgültigen Alleinfahren der Fahranfänger eine Begleitphase von ca. einem Jahr vor. Die Aufgabe der Begleitperson besteht darin, dem Fahranfänger als Berater zur Verfügung zu stehen, insbesondere vor und nach der einzelnen Fahrt. Keinesfalls soll die Begleitperson als "Hilfsfahrlehrer" agieren. Sie hat eine rein beratende Funktion und soll durch ihre Anwesenheit dämpfend auf die Fahrweise des Fahranfängers wirken. Die Verantwortung liegt allein beim jungen Fahrer.
Die Begleiter
  • Mindestens 5 Jahre im Besitz eines Führerscheins der Klasse B bzw. Klasse 3
  • Mindestens 30 Jahre alt
  • Maximal 1 Punkt in Flensburg
  • Gutes Verhältnis zum Fahranfänger sollte bestehen
Die Fahranfänger
  • Mindestalter von 16 ½ Jahren für den Beginn der Ausbildung
  • Für den Antrag benötigen sie:
    • Ein biometrisches Lichtbild
    • Einen "Erste Hilfe Schein"
    • Aktueller Sehtest
    • Angaben über die Begleitperson(en)
    • Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (Formular)
Die Ausbildung (B / BE)
  • Theoretische Ausbildung:
    • 12 Doppelstunden Grundstoff
    • 2 Doppelstunden Klassenspezifischer Unterricht
    • Bei Vorbesitz eines Führerscheins halbieren sich die Stunden des Grundstoffs auf 6 Stunden
  • Praktische Ausbildung:
    • 5 Fahrstunden Überland
    • 4 Fahrstunden Autobahn
    • 3 Fahrstunden bei Dunkelheit
    • Je nach Bedarf individuelle Fahrstunden
Die Prüfungen
Theoretische Prüfung
Frühestens 3 Monate vor Vollendung des 17. Lebensjahres
Praktische Prüfung
Nach dem 17. Geburtstag erfolgt die Aushändigung der Prüfungsbescheinigung. Mit dieser darf bundesweit in Begleitung gefahren werden